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G25 Studio / Einsteigerhandbuch

Ihr erster
G25-Vergleich.

Verstehen Sie die Koordinaten, wählen Sie ein Referenzpanel und folgen Sie einem einfachen ersten Lauf. Lesen Sie das Modell anschließend mit seinen Grenzen.

Dieser Leitfaden richtet sich an alle, die neu bei G25-Koordinaten und G25 Studio sind. Er erklärt die Ideen in klarer Sprache, führt durch eine einfache erste Analyse und verweist auf vertiefende Dokumentation, wenn Sie bereit sind.

Für den Funktionsüberblick siehe G25 Studio.

Für wen dieser Leitfaden gedacht ist

Dieses Handbuch ist besonders hilfreich, wenn Sie:

  • verstehen möchten, was G25-Koordinaten sind, bevor Sie Prozentsätze interpretieren.
  • G25 Studio nutzen möchten, um Ihre DNA mit Referenzpopulationen zu vergleichen und Herkunftsmodelle auszuführen.
  • zuerst einen kurzen praktischen Pfad bevorzugen und Details später vertiefen möchten.

Sie brauchen keine Genetikausbildung. Sie benötigen jedoch eigene Koordinaten oder einen Weg, sie zu erhalten (siehe Bevor Sie beginnen).

Was G25-Koordinaten sind

G25-Koordinaten (Global 25) sind eine kompakte numerische Beschreibung Ihrer autosomalen DNA in 25 Dimensionen. Jede Dimension erfasst einen Teil der Beziehung zwischen Ihrem Genom und einem großen Referenzrahmen aus Hauptkomponentenanalyse (PCA).

Stellen Sie sich Koordinaten als Position im genetischen Raum vor, nicht als Geschichte für sich. Sie sind die Eingabe für Werkzeuge wie G25 Studio. Ethnizitätsprozentsätze und Admixture-Balken sind Ausgaben der Modellierung Ihrer Koordinaten gegen ein gewähltes Referenzpopulationsset. Sie sind eine Interpretationsschicht, nicht die Rohkoordinaten selbst.

Skalierte und unskalierte Koordinaten

  • Skalierte Koordinaten gewichten Dimensionen nach erklärter genetischer Variation. Sie sind die übliche Wahl für Herkunftsmodelle in G25-Workflows.
  • Unskalierte Koordinaten behalten die PCA-Rohskala. Sie können für bestimmte forschungsnahe Vergleiche nützlich sein.

Verwenden Sie Koordinaten, die zu dem passen, was Ihr Rechner erwartet (skaliert oder unskaliert). Verwechselte Typen führen meist zu verwirrenden oder irreführenden Ergebnissen.

Was Koordinaten nicht sind

  • Keine medizinische Diagnose.
  • Kein genealogischer Nachweis oder Test eines bestimmten Vorfahren.
  • Kein Zertifikat für Ethnie oder Nationalität.

Bevor Sie beginnen

Was Sie brauchen

  1. Ein DNA-Genics-Konto und einen modernen Webbrowser mit aktiviertem JavaScript.
  2. G25-Koordinaten für die Probe, die Sie analysieren möchten (siehe unten).
  3. Einige Minuten für den ersten Lauf. Komplexe Visualisierungen und große Populationssets können länger dauern.

So erhalten Sie G25-Koordinaten

Typische Wege:

  • Koordinatenerzeugungsdienste: Wenn Sie Koordinaten aus einer kompatiblen RAW-Datei benötigen, prüfen Sie G25-Koordinatenoptionen und den Store auf aktuelle Verfügbarkeit und Anforderungen.
  • Ihre verarbeiteten Proben: Koordinaten aus einem abgeschlossenen Dienst können bei Ihrer Probe oder im Downloadbereich erscheinen.
  • Referenzkoordinaten: Zum Lernen können Sie Koordinaten aus der Bibliothek in G25 Studio verwenden (nicht Ihr persönliches Genom).

Wenn Sie nur RAW-DNA ohne Koordinaten haben, schließen Sie die Erzeugung ab, bevor Sie sinnvolle G25-Studio-Ergebnisse erwarten.

Format einer Koordinatenzeile

G25 Studio erwartet eine Zeile mit einem Namen gefolgt von 25 durch Kommas getrennten Zahlen:

Beispiel einer Koordinatenzeile
MySample_scaled,0.0234,-0.0156,0.0089,-0.0312,0.0178,0.0123,-0.0098,0.0211,-0.0145,0.0067,-0.0189,0.0256,-0.0112,0.0198,-0.0076,0.0143,-0.0221,0.0095,-0.0167,0.0134,-0.0109,0.0182,-0.0126,0.0078,-0.0094

Dies ist ein fiktives Formatbeispiel, kein Messergebnis und keine Referenzpopulation. Kopieren Sie es, um das Format zu prüfen, und verwenden Sie danach Ihre erlaubten Daten oder eine Bibliotheksreferenz. Wichtig: eine Bezeichnung, dann 25 Werte, durch Kommas getrennt.

Drei Wege, Koordinaten in G25 Studio zu laden

Auf dem G25-Studio-Hauptbildschirm können Sie:

  1. Eine Koordinatenzeile einfügen (Paste).
  2. From Library nutzen, um kuratierte Referenzkoordinaten zu wählen.
  3. From Samples nutzen, um Koordinaten verknüpfter hochgeladener Proben zu laden, wenn verfügbar.

Die Beschriftungen der App-Schaltflächen bleiben im Original, damit Sie während der Arbeit den Schritten folgen können.

So funktioniert G25 Studio

G25 Studio ist eine Herkunftsanalyse-Umgebung: Sie liefern Koordinaten, wählen einen Rechner, passen die Konfiguration an, führen die Analyse aus und lesen die Ergebnisse.

Im Überblick:

Studio-Ablauf
Coordinates -> Calculator -> Configure -> Analyze -> Results

Was ist ein Rechner?

Ein Rechner ist ein benanntes Bündel aus Referenzpopulationen (antik, modern oder beides) plus Metadaten wie Koordinatentyp, Epoche und Autor. Ihre Koordinaten werden mit diesen Referenzen verglichen, um Distanzen, admixture-ähnliche Prozentsätze und optionale Diagramme zu erzeugen.

Unterschiedliche Rechner liefern unterschiedliche Ergebnisse, weil jeder nur die Populationen „sieht“, die er enthält. Ein regional fokussierter Rechner liefert dort oft mehr Detail. Ein globaler Rechner liefert ein breiteres, manchmal weniger granulares Bild. Keiner ist automatisch „richtig“; sie beantworten verwandte Fragen mit verschiedenen Werkzeugen.

Warum die Rechnerwahl wichtig ist

Ihr Genom wird als Mischung der Populationen modelliert, die der Rechner kennt. Fehlen gute Referenzen für einen Teil Ihrer genetischen Ähnlichkeit, kann dieser Teil auf andere Populationen verteilt werden oder einen schwächeren Fit zeigen. Das ist eine Grenze des Referenzpanels, kein Urteil über Ihre DNA.

Ihre erste Analyse als Einsteiger

Folgen Sie diesem Pfad beim ersten Mal. Komplexität können Sie später hinzufügen.

  1. Koordinaten laden (einfügen, From Library oder From Samples).
  2. Browse Calculators öffnen und einen passenden Rechner wählen. Referenzen, Koordinatentyp und Umfang prüfen; ein breites Panel ist ein nützlicher Start.
  3. Den Bereich Konfiguration öffnen und festlegen:
    • Algorithm: Montecarlo V1 (Standard, zugänglicher Default).
    • Distance: Euclidean (allgemein brauchbar).
    • Maximum populations: etwa 5 für einfacheres Lesen.
    • Group populations: aktiviert, wenn Sie eine regionalere Zusammenfassung möchten.
    • Ancestors Predictions (Oracle): beim ersten Lauf deaktiviert (später für „Was-wäre-wenn“-Szenarien).
    • Analysis tools: nur PCA für einen schnellen visuellen Anker.
  4. Calculate Results anklicken und auf Abschluss warten.

Dieser Ablauf entspricht den Empfehlungen des in-App-Configuration Guide für eine erste Analyse.

So lesen Sie die Ergebnisse

Admixture-Zusammensetzung (Monte-Carlo-Stil)

Das Werkzeug versucht, Ihre Koordinaten als Mischung von Referenzpopulationen mit flexiblen Anteilen zu rekonstruieren. Das sind angepasste Gewichte im gewählten Modell, keine Abstammungswahrscheinlichkeiten. Sie bedeuten nicht, dass Sie einen jüngsten Vorfahren aus jeder beschrifteten Gruppe haben.

Anpassungswert (Fit score)

Der Anpassungswert misst, wie gut die Referenzen dieses Rechners Ihre Koordinaten rekonstruieren. Ein kleineres Residual bedeutet innerhalb derselben Methode, desselben Panels und derselben Einstellungen einen engeren Fit. Es belegt keine genauere Familiengeschichte.

Was erreichbar ist, hängt vom Rechner und der Metrik ab. Ein höheres Residual kann bedeuten, dass das Panel die Eingabe schlecht abbildet. Koordinatentyp und Referenzabdeckung prüfen und alternative Modelle vergleichen. Werte verschiedener Methoden oder Einstellungen sind nicht automatisch vergleichbar.

Nächste Populationen (oft mit Oracle-Ausgabe verknüpft)

Nächste Populationen heben Referenzen hervor, deren Koordinaten im G25-Raum am nächsten bei Ihren liegen. Das ist eine Nachbarschafts-Idee. Sie ist nicht identisch mit Mischprozentsätzen, die eine Mischung optimieren. Beides ist nützlich; sie beantworten leicht unterschiedliche Fragen.

Herkunftszeitachse (wenn angezeigt)

Lesen Sie eine Zeitachse zusammen mit Methode und Annahmen. Historische Bezeichnungen oder Modellschätzungen datieren keine bestimmte familiäre Verbindung und belegen nicht, wann eine Komponente in einer Personengenealogie eintrat. Als Forschungskontext lesen, nicht als datierter Stammbaum.

Kostenlos und PRO

Einige Algorithmen, Distanzmetriken, Populationsanpassungen, Zusatzvisualisierungen und erweiterte Oracle-Ergebnismengen sind PRO-Funktionen. Ist ein Steuerelement gesperrt oder als Upgrade markiert, können Sie den Ablauf mit Montecarlo V1, Euclidean und PCA lernen.

Prüfen Sie die Studio-Übersicht und die Kontensteuerungen auf aktuelle Funktionen. Dieses Handbuch gewährt keine kostenpflichtigen Funktionen und erzeugt keine Koordinaten.

Monte Carlo und Oracle

In G25 Studio wird Oracle-Ausgabe unter Ancestors Predictions (Oracle) konfiguriert.

  • Monte Carlo (Admixture-Modellierung): sucht eine flexible Kombination aus Populationen und Gewichten, die Ihre Koordinaten abbildet.
  • Oracle (Ancestors Predictions): erkundet feste Anteils-Szenarien, z. B. gleiche Aufteilungen über zwei, drei oder vier Referenzpopulationen. Die Kombinationen identifizieren keine tatsächlichen Eltern, Großeltern oder andere Vorfahren.

Nutzen Sie beides zusammen, wenn Sie den Ablauf beherrschen: Monte Carlo für die Hauptmischung, Oracle für strukturierte Plausibilitätschecks.

Glossar

Definitionen sind bewusst kurz. Begriffe in alphabetischer Reihenfolge der englischen Oberfläche.

Admixture composition
Die angepassten Referenzpopulationsgewichte zur Rekonstruktion Ihrer Koordinaten innerhalb eines Rechners.

Ancestry modeling
G25-Koordinaten und Referenzpanel zur Schätzung populationsähnlicher Anteile (nicht gleichbedeutend mit dokumentiertem Stammbaum).

Ancestors Predictions
Optionale Analyse mit festen Anteilen (siehe Monte Carlo und Oracle).

Calculator
Benanntes Referenzpanel und Einstellungsbündel zur Interpretation Ihrer Koordinaten.

Closest populations
Referenzpopulationen mit der kleinsten genetischen Distanz zu Ihren Koordinaten im G25-Raum.

Distance metric
Mathematische Regel für die Distanz zwischen Ihren Koordinaten und einer Referenzpopulation (z. B. euklidisch).

Euclidean distance
Luftlinien-Distanz im 25-dimensionalen Koordinatenraum. Häufiger Default.

Fit score
Zusammenfassung, wie gut die Referenzen Ihre Koordinaten rekonstruieren. Residualwerte nur innerhalb derselben Methode, desselben Panels und derselben Einstellungen vergleichen.

G25 coordinates
Fünfundzwanzig numerische Werte plus Probenbezeichnung als Position im Global25-PCA-Rahmen.

Genetic distance
Abstand zweier Koordinatensets unter der gewählten Metrik. Kleiner bedeutet meist mehr Ähnlichkeit für diese Metrik.

Global25 (G25)
Das 25-dimensionale Koordinatensystem in G25 Studio und kompatiblen Werkzeugen.

Monte Carlo
Iterativer Optimierungsansatz zur Suche nach starken Mischungsfits.

PCA (Principal Component Analysis)
Visualisierung entlang der Hauptvariationsachsen zum Vergleich mit Referenzpopulationen.

Reference populations
Benannte genetische Mittelwerte (antik oder modern), die definieren, was ein Rechner modellieren kann.

Scaled coordinates
Eigenwert-gewichtete Koordinaten; üblicher Default für G25-Modellierung.

Unscaled coordinates
Koordinaten auf der PCA-Rohskala; verwenden, wenn Ihr Workflow das ausdrücklich verlangt.

Häufige Einsteigerfragen

Warum sehe ich Regionen ohne Familiengeschichten?
Referenzpopulationen überlappen und folgen nicht modernen Grenzen. Kleine Anteile können gemeinsame Muster, Referenzwahl oder Modellunsicherheit widerspiegeln. Ein kleiner Anteil belegt keinen jüngsten Verwandten oder eine bestimmte genetische Verbindung.

Warum widersprechen sich zwei Rechner?
Jeder Rechner nutzt ein anderes Referenzset. Unterschiedliche Referenzen partitionieren Ihr Genom anders. Vergleichen Sie Rechner, um robuste Muster zu erkennen, nicht um ein einziges „wahres“ Diagramm zu wählen.

Kann G25 meine Ethnie beweisen?
Nein. Es ist ein statistischer Vergleichsrahmen. Dokumentierte Genealogie und passende genetische Genealogietests haben andere Zwecke.

Fehlerbehebung

  • Ungültiges Koordinatenformat: ein Name, dann 25 kommagetrennte Zahlen. Zusätzliche Leerzeilen oder Kopfzeilen entfernen.
  • Unerwartete oder instabile Ergebnisse: Maximum populations reduzieren, Group populations testen, Umfang und Referenzabdeckung prüfen. Kein Panel nur wegen einer erwarteten Identitätsbezeichnung wählen.
  • Hoher Fit score: Skaliert/unskaliert, Metrik und Referenzabdeckung prüfen. Alternativen innerhalb ihrer Grenzen vergleichen.
  • Lange Laufzeit: Schwere optionale Diagramme beim ersten Lauf deaktivieren und Populationen begrenzen.

Nächste Schritte

Weitere Orientierung: Herkunfts-FAQ. Wenn ein Schritt unklar ist, DNA Genics kontaktieren.

Hinweis

G25 Studio ist für Bildung und forschungsnahe Erkundung gedacht. Es ist kein Medizinprodukt. Ergebnisse mit angemessener Vorsicht interpretieren und keine überzogenen Aussagen zu Identität oder Familiengeschichte allein aus modellierten Prozentsätzen ableiten.